So schön blüht der beliebte Oregano.

Der Name des Oregano ist sogar den Griechen fremd

Die Herkunft des Wortes Oregano lässt sich vom Deutschen über das Italienische „origano“ bis ins Altgriechische „ἡ ὀρίγανος“ zurückverfolgen. Dort jedoch verliert sich seine Spur, es gilt als Fremdwort unbekannter Herkunft. Manche Leute versuchten, das Wort aus „Berg“ und „Erfrischung“ herzuleiten, auch dafür fehlen aber die Belege. Am meisten geschätzt wird die krautige Pflanze als aromatischer Küchenhelfer im Mittelmeerraum. Großen Anklang findet er in den Küchen von Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei. Auch in den deutschen Gärten und Balkonen hat er mittlerweile Einzug gehalten und wird als leckeres Kraut geschätzt.

Der Oregano in Hochform: Rezept für Koukouvagia

Koukouvagia, eine leckere griechische Vorspeise. | Quelle: © Frente

Einem besonderen Gericht namens Koukouvagia gibt der Oregano seinen letzten Schliff. Übersetzt heißt Koukouvagia soviel wie kleine Eule, weil die runde Form bei manchen Zubereitungen an ein Eulenauge erinnert. Die Basis der Vorspeise ist griechischer Zwieback. Diesen findet man im Spezialitätenregal unter dem Namen Dakos oder Paximadi, auf keinen Fall durch deutschen Zwieback zu ersetzen. Der Zwieback wird mit etwas Öl bepinselt. Auf diesen runden Fladen kommen dann sehr fein geschnittene Tomaten, Zwiebeln und zerbröselter Feta. Einige Oliven und natürlich der Oregano krönen die leckere Speise.

Der nützliche Oregano in der Küche und in der Medizin

Der Oregano hat viele Namen und viele nützlich Anwendungsmöglichkeiten. Wissenschaftlich heißt er auch „origanum vulgare“, wobei vulgare nicht heißen soll, dass er häufig wüste Schimpfwörter verwendet, sondern, dass er „vulgär“ im Sinne von gewöhnlich ist. Andere Trivialnamen für den Oregano sind Dorst, Dost, Wohlgemut oder Wilder Majoran. Er ist nicht nur lecker wie im obigen Rezept, sondern auch als Heilpflanze nützlich. Laut Hippokrates von Dost hilft der Oregano zur Geburtsbeschleunigung, heute verwendet man ihn lieber in einem Tee gegen Magenbeschwerden und Krämpfe. Als Gewürzpflanze passt er übrigens hervorragend auf die Pizza, zu Lamm oder in ein Omelett.

Text: mh

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