Wer so viel blühende Schönheit auch in seinem Garten beherbergen will, findet im Kompost einen eifrigen Helfer.

Nicht aller Anfang ist schwer: den Kompost anlegen

Wer seinen Garten mit natürlichen Mitteln zum Erblühen bringen will, findet im Kompost einen guten Helfer. Idealer Standort für den garteneigenen Stoffkreislauf ist ein schattiger Standort, an den auch zwei Behälter passen. So geht es nämlich ein wenig schneller: Zuerst wird biologischer Abfall gesammelt und nach einiger Zeit umgeschichtet in den nächsten Behälter. Das ist zwar anstrengend, lüftet den Kompost aber gut mit Sauerstoff durch, der für den Abbau dringend benötigt wird. Sauerstoffversorgung ist auch der Grund, warum man den Kompostabfall nicht komprimieren sollte. Der Behälter muss Lüftungsschlitze an den Seitenwände aufweisen und sollte direkt auf der Gartenerde stehen, so dass Würmer und andere fleißige Helfer leicht hineinfinden. Wer Probleme mit Wühlmäusen hat, kann diese durch eine Schicht engen Maschendraht leicht abhalten.

Drauf oder nicht drauf – was kommt auf den Kompost?

Eine simple Variante des Kompost-Behälters.

Eine simple Variante des Kompost-Behälters.

Jetzt geht es ans sammeln: Rasen- und Pflanzenschnitt, Obstreste, Zeitungspapier, Teebeutel, Kleintierstreu, Kaffeesatz, wenige Südfruchtreste, Unkraut und viele weitere Dinge kann man beim kompostieren gekonnt wiederverwerten. Achten sie beim Rasenschnitt darauf, dass er gut als Schicht verteilt wird, sonst entsteht nur Fäulnis statt duftender Kompost. Im perfekten Kompost ist Alles gut durchgemischt, nährstoffarmes liegt neben nährstoffreichem und es finden sich keine Fleischreste, Tierkot, Asche oder befallene Pflanzenteile (z.B. von Feuerbrand) oder schlecht abbaubare Sachen im zukünftigen Bodensegen. Wer will, kann hin und wieder Kompost-Beschleuniger beifügen oder bei starker Hitze den Kompost befeuchten. Vor allem aber heißt es jetzt, mehrere Monate Geduld aufzubringen.

Die Mühen zahlen sich aus: den Kompost richtig verwenden

Die Kompost-Erde ist reif für den Einsatz, wenn sie schön krümelig und ohne größere Brocken ist – die Würmer haben dann ganze Arbeit geleistet. Wenn sich noch die ein oder anderen gröberen Rese finden, ist das kein Problem. Mit einem professionellen oder aus Latten und engem Maschendraht selbstgebauten Kompost-Sieb sind sie schnell beseitigt und finden ihren Weg zurück in den zweiten Behälter, wo sie das Verrotten noch einmal üben dürfen. Im Frühjahr wird der Kompost dann über die Beete verteilt. Die Faustformel: etwa vier Liter pro Quadratmeter oder vier Zentimeter hoch.
Damit nicht doch Samen auf dem Unkraut in den Kompost gelangt sind, wartet man vor der Bepflanzung des Gartens eine bis zwei Wochen – so kann man Unkraut eliminieren, ohne dass erwünschte Sprösslinge dabei versehentlich zu Schaden kommen. Außerdem reichern sich die Nährstoffe aus dem Kompost durch Regen bereits in allen Erdschichten an. Ein guter Start in die nächste Pflanz-Saison!

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