Geschmackvoll in Salat, Eiswürfeln oder auch kandiert: Blätter von Rosenblüten. | Quelle: © Kango

Mach was draus!

Die schönsten Varianten, Blüten zu essen

Wer eine Kapuzinerkresse blühen sieht, bewundert vielleicht die Schönheit oder die leuchtende Farbe der Blüte. Kaum jemand wird sich jedoch darauf stürzen, um sie sofort in die Küche zu bringen. Doch eigentlich gehört sie genau dort hin, wo man einiges aus ihr zaubern kann. Blüten wie die der Kapuzinerkresse passen ausgezeichnet in Salate und aufs Brot, weil sie einen leicht kresseartigen Geschmack mitbringen. Aus anderen Blüten, wie denen von Lavendel oder Salbei lässt sich Tee machen oder Zucker aromatisieren. Auch als Dekoration von verschiedenen Speisen oder kalten Platten eignen sich die besonderen Blüten perfekt – essbar sind sie praktischerweise auch. Eine schöne Mischung aus kleingeschnittenen Blüten kann in Eiswürfel für Cocktails eingefroren werden, was auf Partys immer gut ankommt. Am Besten verwendet man dafür kohlensäurefreies Mineralwasser, weil es die Eiswürfel weniger eintrübt und bessere Sicht auf die Blüten lässt.

Her damit!

Woher bekommt man essbare Blüten?

Auch die prachtvolle Blüte der Kapuzinerkresse schmeckt. | Quelle: © Amada44

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft gibt es immer weniger Blumenwiesen. Wer trotzdem eine findet, kann sich glücklich schätzen: Dort gibt es Blüten von Gänseblümchen, Löwenzahn, Rotklee und vielleicht sogar Kornblumen. Im heimischen Garten lassen sich Blüten von Zucchini (befüllbar!), Schnittlauch, Thymian, Brokkoli oder Borretsch kulinarisch verwerten. Mittlerweile gibt es sogar Samenmischungen zum Eigenanbau. Wichtig ist, dass nicht in direkter Nähe von viel befahrenen Straßen gesammelt wird und man davon ausgehen kann, dass weder chemischer Dünger noch Pestizide zum Einsatz gekommen sind. Ebenfalls acht geben muss man auf etwaigen Naturschutz der Pflanze sowie auf Giftigkeit, deshalb immer vor dem Sammeln oder spätestens vor dem Kochen informieren! In der Weiterverarbeitung werden dann bei größeren Blüten Staubblätter, Stempel und grüne Teile vorsichtig entfernt – schon sind die Blüten fertig zum Einsatz. Wer Garten oder Blumenwiese nicht zur Verfügung hat und auch keinen blühenden Holunderstrauch entdeckt, wird im Blumenladen leider nicht fündig. Mehrere Firmen bieten aber im Internet getrocknete Blütenmischungen an.

Ab in die Küche!

Rezept für kandierte Blüten

Die größeren Blütenblätter werden unter laufendem kaltem Wasser abgewaschen und dann vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft, damit das Waschen keine Spuren hinterlässt. Danach taucht man sie beidseitig in geschlagenen Eischnee und wendet sie im Anschluss auf einem kleinen Teller mit Zucker. Im Ofen bei kleinstmöglicher Hitze (ca. 50°) trocknen lassen.
Wer kleinere Blüten hat, kann diese mehrfach mit Sirup übergießen und einziehen lassen, bis sie genügend davon aufgesogen haben. Der Sirup wird aus einem Teil Wasser und zwei Teilen Zucker gekocht und kann auch am Tag darauf nochmals aufgekocht und verwendet werden. Gelagert werden müssen die zuckersüßen Ergebnisse Schicht für Schicht. Toll schmecken und aussehen können sie auf Torten, Joghurt und anderen Süßspeisen. Guten Appetit!

Text: mh

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